Investorenauswahlverfahren

2. Preis, Wohnquartier Schafweide, Mannheim

Sensibler, differenzierter Städtebau in exponierter Lage.
Dreiseitig entsteht eine geschlossene Blockrandbebauung, welche sich im Süden Richtung Neckarufer öffnet. Gestaffelte Gebäudehöhen und eine differenzierte Fassadengestaltung schaffen ein abwechslungsreiches und interessantes Erscheinungsbild mit einer einfachen Adressbildung. Die Art der Höhenstaffelung lässt das SWR-Gebäude weiterhin als starken Solitär wirken. Prägnante Eckausbildungen an der Ecke Schafwiesenweg / Friedrich-Ebert-Str. sowie an der Süd-West-Ecke Richtung Neckar geben dem neuen Areal dennoch seine eigene Identifikationskraft.
Kenndaten
Wettbewerbsart | Nicht offener Investoren- und Planungswettbewerb
Auslober | Stadt Mannhiem
Platzierung | 2
BGF| 14.200 m²
Tagung des Preisgerichts | 2020
Team | F. Cevik, S. Bastubbe, K. Jelen, D. Degirmenci, S. Solmaz
Auszug aus dem Protokoll:

"Das dargelegt Konzept ist in zweierlei Hinsicht spannend: Zum einen gelingt den Verfassern mit einem Spiel von blockbildenden und zugleich einzeln ablesbaren Häusern in wechselnden Höhen, leichten Knicken sowie dezenten Vor- und Rücksprüngen ein überzeugender städtebaulicher Anschluss an die kubische Gestaltung des SWR-Neubaus. Zum anderen entwickelt der Gebäudekomplex aus einer verbindenden Grammatik eine eigenständige Sprache und Ausdruck. Richtig gesetzt ist der Hochpunkt sowohl nach Nordosten wie in Richtung Neckar nach Südwesten. Der Block bildet eine schöne Öffnung zum Neckar, die mit einem eingeschossigen, teilweise transparenten Gebäudteil auf der Hofebene begrenzt wird."
"Zum anderen ist der Vorschlag durch eine vollständige öffentliche wie gewerbliche Nutzung der Erdgeschossebene gekennzeichnet. Hier finden sich quartiersdienliche Angebote wie KITA oder Tagespflege, CoWorking-Bereiche oder öffentlichkeitsorientierte Galerien und Gastronomien. Das Spiel von öffentlichen und halböffentlichen Flächen in der Abfolge von Platz, Straße und umgrenztem Innenhof wird subtil differenziert. Ansprechend ist die einladend offene Wirkung dieses Konzeptes nicht nur nach Süden zum Platz, sondern durch die großzügige Verglasung der Erdgeschosse auch nach Norden zum verkehrsreichen Strassenraum. Der Innenhofbereich wird nicht als privater Garten, sondern als halböffentlicher, gemeinschaftlicher Hof für die Bewohner und Benutzer des Hauses gestaltet. "

Weitere Wettbewerbe

1. Preis, Erweiterung der Christoph Graupner Schule, Darmstadt
Zuschlag, Neubau eines Wohngebäudes, Spinelli Baufeld 13.5, Mannheim
1. Preis, Neues eines Wohnquartiers an der Krimm, Mainz